Presse im September 2001
Mehr Presseartikel zum Ethikrat gibt es unter den Einzelporträts
Ratlos
mfk
Der Nationale Ethikrat ist zahnlos - weil hier ebenso honorige wie qualifizierte
Persönlichkeiten debattieren. Deren Auffassungen zur Gentechnik liegen weit
auseinander. Klare Empfehlungen zur umstrittensten Frage, ob embryonale
Stammzellen importiert und zu Forschungszwecken benutzt werden sollten, wird der Rat
nicht geben.
TAGESSPIEGEL 28.09.01
Gentechnik - Ethikrat will nichts empfehlen
Gremium nimmt keine Stellung zum Import von Stammzellen
Markus Feldenkirchen
Der Nationale Ethikrat will nach den Worten seines Vorsitzenden Spiros Simitis bis
Anfang Dezember eine Stellungnahme zur drängenden Frage abgeben, ob menschliche
embryonale Stammzellen zu Forschungszwecken importiert werden dürfen. Notfalls
werde das von Bundeskanzler Schröder einberufene Gremium Sondersitzungen
abhalten, um den Fahrplan einzuhalten, sagte Simitis am Rande der dritten Sitzung am
Mittwoch in Berlin.
TAGESSPIEGEL 28.09.01
DFG-Chef ermutigt zur Stammzellen-Forschung
Aufgeschobene Entscheidung zum Bonner Stammzellprojekt, aber dafür ermunternde Worte. Der Präsident der
Deutschen Forschungsgemeinschaft ermutigt Stammzellforscher.
NETZEITUNG 28.09.01 16:37
Stammzellforschung: Guter Zweck, fragliches Mittel
Soll therapeutisches Klonen erlaubt werden?
Adelheid Müller-Lissner
"Unser Mandat besteht darin, die Natur zu überlisten, die Ursachen von Krankheiten zu
verstehen, zu heilen und zu lindern. Um das zu erreichen, darf es keine Denkgrenzen
geben", lautet das Bekenntnis des Mediziners Detlev Ganten, Mitglied des Nationalen
Ethikrates. Keine Denkgrenzen folglich auch bei einem Thema, zu dessen Erkundung
die Friedrich-Ebert-Stiftung bei ihrem "Berliner Dialog Biomedizin" diesmal geladen
hatte: "Therapeutisches Klonen - logische Konsequenz der Stammzellforschung?"
TAGESSPIEGEL 27.09.01
Ethikrat-Mitglied drängt auf therapeutisches Klonen
Molekularmediziner Detlev Ganten verweist auf ärztliches Mandat / Gremium berät heute über
Stammzellen-Import
BERLIN (hak). Im öffentlichen Diskurs um die Grenzen der Stammzellenforschung ist die Wissenschaft einen Schritt
weiter als die Politik. So bezeichnete Professor Detlev Ganten auf einer Podiumsdiskussion der
Friedrich-Ebert-Stiftung am Dienstag in Berlin das therapeutische Klonen als "logische wissenschaftliche Konsequenz"
der Stammzellenforschung. Ganten ist Mitglied des Nationalen Ethikrates, der heute über den Import von embryonalen
Stammzellen berät.
Ärzte Zeitung, 27.09.2001
Reich: Zentrale Fragen in der Gendebatte ungeklärt
Nationaler Ethikrat diskutiert über Stammzellen-Import
Von Nina Klein
Berlin - Am Donnerstag tritt der Nationale Ethikrat zusammen, um über den Import embryonaler Stammzellen (ES) zu diskutieren.
Während der Sommerpause wurde die Gendebatte auf neue Grundlagen gestellt: Zum einen konnte an der Universitätsklinik Düsseldorf
erstmals mit ethisch unbedenklichen adulten Stammzellen (AS) ein Heilungserfolg bei Herzinfarktpatienten erzielt werden. Zum
anderen legte US-Präsident Bush die Förderrichtlinien für die Forschung an ES restriktiver aus als erwartet.
DIE WELT 27.09.01
Chef des Ethikrats will Gentechnik stärker fördern und kontrollieren
Simitis: Selbstverpflichtung der Wissenschaft "kein Ersatz" /
Vorhandene Stammzelllinien könnten Ja zu Forschung
erleichtern
Wenige Tage vor der nächsten Sitzung des Ethikrats der
Bundesregierung hat der Ratsvorsitzende Spiros Simitis eine
umfassende Förderung gentechnischer Projekte mit öffentlichen
Mitteln gefordert. Simitis sagte der Nachrichtenagentur Reuters am
Donnerstag: "Es muss so viel wie möglich mit öffentlichen Mitteln
unterstützt werden, um eine umfassende Kontrolle in diesem Bereich
zu ermöglichen."
FRANKFURTER RUNDSCHAU 21.09.01
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2001_240/08.html
Berlin: (hib/ÖK) Eine Übersicht der von der Bundesregierung neu installierten
außerparlamentarischen Initiativen, Runden Tische und Bündnisse ist
Gegenstand einer Kleinen Anfrage (14/6901) der FDP. Die Fraktion fordert
Informationen darüber, wie viele Gremien direkt beim Bundeskanzler oder dem
Bundeskanzleramt angesiedelt sind.
HIB 17.09.01
Anmerkung: Anfrage zur Entmachtung des Parlaments
"Nicht absichtlich töten"
Interview mit Heinz Putzhammer, DGB-Vorstand und Mitglied des Nationalen Ethikrates
DGB Einblick 15/01, 10.09.01
"Die Embryonenforschung wird kommen"
Transkript des Chats mit Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der DFG, vom 05.09.01 bei www.politik-digital.de
Anmerkung: Hier bleibt Winnacker ausreichend Platz sich selber zu beweihräuchern.
Sollte man/frau gelesen haben.
Konsens als Kampfmittel
Seit Mai 1999 hat die Regierung Schröder acht Konsensrunden beziehungsweise Räte für fast alle wichtigen
Politikbereiche eingerichtet - Gastkommentar
Von Rüdiger von Voss Rechtsanwalt (Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e. V.)
Unter Bundeskanzler Schröder ist eine signifikante Veränderung des Verhältnisses von Parlament und Regierung zu den Gruppen der
Gesellschaft und ihren Interessenvertretungen zu beobachten. Die Vermutung drängt sich immer mehr auf, dass sich die Regierung aus
den verfassungsrechtlichen Kompetenzen des Parlamentes lösen will. Seit Mai 1999 hat die Regierung Schröder acht Konsensrunden
beziehungsweise Räte für fast alle wichtigen Politikbereiche eingerichtet.
DIE WELT 03.09.01
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