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Do 03.05.2001
Es geht um ein Mehr an EntscheidungssicherheitIn einem Gespräch mit der Frankfurten Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat der Bundeskanzler aus Anlass der Einberufung eines Nationalen Ethikrates am 2. Mai noch einmal die zukünftigen Aufgaben dieses Gremiums erläutert. Es wird ein Gremium von Experten sein, das auf der Basis der gegebenen Rechtslage die Politik beraten wird. Beratung, Aufklärung, Handlungsmöglichkeiten erklären - das werden seine Aufgaben sein. Es wird im wesentlichen ein Gremium der Informierung der Öffentlichkeit sein, um das öffentliche Verständnis der Biowissenschaften zu verbessern. Der Bundeskanzler sagte, die bisherige Rechtslage auf dem Gebiet der Forschung ist durch das Embryonenschutzgesetz gegeben - das "ein gutes Gesetz sei", so der Kanzler. Wir hätten allen Grund, es zunächst einmal so zu belassen, wie es ist. Doch nun gibt es neues wissenschaftliches Wissen, neue Themen, neue Therapien - mit dem Wissen wächst auch das Unwissen, mit der Sicherheit wächst die Unsicherheit. Heute sind es vor allem die Gentechnologie, die Forschung mit menschlichen Embryonen, die Pflanzen- und Tierzüchtung, die Reproduktionsmedizin, das Therapieren von Krankheiten mit gentechnischen Methoden und die Präimplantationsdiagnostik (PID). Diese Gebiete brauchen heute neue rechtliche und sittliche Gestaltungen. Lasst uns einen Moment innehalten, fordert der Bundeskanzler im FAZ-Gespräch. Lasst uns eine wirklich öffentliche Debatte in der Gesellschaft führen. Diese anzustoßen und anzuregen wird die vornehmlichste Aufgabe des Ethikrates sein. Quelle: Offizielle Homepage der Bundesregierung
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