Presse im November 2001
Mehr Presseartikel zum Ethikrat gibt es unter den Einzelporträts
Ein fauler Kompromiss...
...kann keine Ethik produzieren. Auch nicht im Nationalen Ethikrat
Von Robert Leicht
Kompromisse müssen sein in der Politik. Aber es gibt gute Kompromisse, schlechte - und faule. Der
Kompromiss, den der Nationale Ethikrat in Sachen Stammzellen-Import vorgeschlagen hat, ist ein
fauler Kompromiss. Das erkennt man an zwei Anhaltspunkten.
ZEIT.DE, 30. November 2001
Geteilte Reaktionen: Nationaler Ethikrat stimmt für Stammzellen-Import
Der von der Bundesregierung eingesetzte Ethikrat hat sich mehrheitlich für den Import embryonaler
Stammzellen ausgesprochen. Das hat bei der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages
unterschiedliche Reaktionen ausgelöst, denn die hatte zuvor genau das Gegenteil beschlossen.
SPIEGEL 30.11.01
Ethikrat für Import
Mehrheit des Ethikrats entscheidet für Stammzellenimport.
Bundestag soll Ende Januar klare Regelungen für Stammzellforschung schaffen
BERLIN taz Der von Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzte Nationale
Ethikrat hat gestern seine lang erwartete Stellungnahmen zum Import von embryonalen Stammzelllinien
vorgelegt. Wie vorab angekündigt waren auch die 25 Mitglieder des Ethikgremiums sich nicht darüber einig, ob in Deutschland
mit importierten Zellen geforscht werden darf.
TAZ 30.11.01
Ethikrat entscheidet - Falsche Vision der leidensfreien Welt
Es ist die hohe Zeit der Kommissionen. Vergangene Woche hat
die Enquetekommission "Ethik und Recht in der modernen
Medizin" ihre Empfehlungen vorgelegt, jetzt ist der Ethikrat dran.
Kommentar von WERNER BARTENS
TAZ 30.11.01
Ethikrat empfiehlt Stammzellenimport
Mit deutlicher Mehrheit spricht sich das Gremium für eine
zeitlich befristete Einfuhr embryonaler Stammzellen aus
BERLIN taz Der Nationale Ethikrat spricht sich für den Import embryonaler
Stammzellen aus. Ob sich die Forscher freuen können, steht auf einem anderen Blatt
- der Rat knüpft seine Zustimmung an strenge Auflagen.
TAZ 30.11.01
Inhumanität und Konsequenz
Die Debatte über die Stammzellenforschung - Leitartikel
Von Konrad Adam
Seitdem sie ins Feuilleton abgerutscht ist, leidet die öffentliche Debatte über die Zulässigkeit der Forschung an embryonalen Stammzellen am
ärgerlichen Missverhältnis zwischen Lautstärke und Sachverstand. Im Lärm der Lob- und Hassgesänge ist untergegangen, wie weit der
Konsens in der Sache tatsächlich schon gediehen ist. Was der amerikanische Präsident Anfang August im Fernsehen erklärte, deckt sich in
allen entscheidenden Punkten mit dem, was die Deutsche Forschungsgemeinschaft will und ihrerseits schon Anfang Mai verkündet hatte.
DIE WELT 30.11.01
Ethikrat mehrheitlich für Import von Stammzellen
Vorsitzender Simitis drängt auf eine rasche Entscheidung. Parlament will sich voraussichtlich Ende Januar mit
der Problematik befassen
Von Konrad Adam
Berlin - Wenn schon sonst nichts, hat die Sitzung des Nationalen Ethikrates am Donnerstag eines bewirkt:
Sie hat den Druck auf den Gesetzgeber erhöht, in dieser Sache endlich Farbe zu bekennen. Bisher hatten das
Parlament und seine Ausschüsse Genforscher, die, vertreten durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG), Experimente mit importierten embryonalen Stammzellen durchführen wollten, mehrfach hingehalten.
DIE WELT 30.11.01
Sein oder Nichtsein
Zur Empfehlung des Nationalen Ethikrates
apz
TAGESSPIEGEL 30.11.01
Ja zum Stammzellen-Import
Ethikrat befürwortet Einfuhr zu Forschungszwecken - aber befristet
mfk
Der von der Bundesregierung eingesetzte Nationale Ethikrat hat sich für einen auf drei
Jahre befristeten Import embryonaler Stammzellen ausgesprochen. 14 der 25
Ratsmitglieder stimmten für diese Option. Acht Mitglieder lehnen den Import entweder
kategorisch ab oder verlangen zumindest ein Moratorium bis zu einer gesetzlichen
Regelung. Den Import wollen die 14 Befürworter an strenge Bedingungen knüpfen.
TAGESSPIEGEL 30.11.01
Strenge Kontrolle - Der Ethikrat will den Import embryonaler Stammzellen erlauben - die Auflagen sind
strikter als erwartet
Markus Feldenkirchen
Das muss ein kontroverser Tag gewesen sein im Nationalen Ethikrat. Jedenfalls konnte
man den meisten der 25 Mitglieder bei der Pressekonferenz am Donnerstagabend die
Anspannung und einen Hauch von Aggressivität gut anmerken. Sieben Stunden lang
hatten sie zuvor kontrovers über die Frage diskutiert, ob die von Forschern so begehrten
embryonalen Stammzellen aus dem Ausland importieren werden sollten, um daran in
Deutschland zu forschen. Und schließlich hatten sie abgestimmt: 14 Mitglieder votierten
für den Import, neun dagegen.
TAGESSPIEGEL 30.11.01
Die Gelehrten sind sich uneins - Ethikrat entscheidet über Stammzellen-Import
Von Corinna Emundts (Berlin)
Politisierter, erhitzter als diese ist eine Woche kaum denkbar, in
welcher der Nationale Ethikrat über seine Haltung zum Import
embryonaler Stammzellen entscheiden soll: Eine Woche, die mit
einem Paukenschlag anfing: Einer US-amerikanischen Firma ist es
gelungen, menschliches Leben im Anfangsstadium zu klonen.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 29.11.01
Nationaler Ethikrat: Mehrheit für Import embryonaler Stammzellen
Pattsituation in der Gendebatte. Der von der Bundesregierung eingesetzte Ethikrat hat sich mehrheitlich
für den Import embryonaler Stammzellen ausgesprochen. Er empfiehlt damit genau das Gegenteil
dessen, was die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages beschloss.
SPIEGEL 29.11.01
Ratlose Gesellschaft: Das nationale Ethikgremium ist gespalten - aber heute soll es eine Empfehlung zur
Stammzellenforschung geben
Markus Feldenkirchen
Mit Spannung erwarten deutsche Politiker und Forscher die für heute geplante
Stellungnahme des Nationalen Ethikrats zum Import embryonaler Stammzellen
(ES-Zellen). Die Nervosität hoher politischer Würdenträger zeigt sich schon darin, dass
viele am Mittwoch noch schnell Stellungnahmen abgeben wollten.
TAGESSPIEGEL 29.11.01
"Nur hochrangige Ziele"
Forschungsministerin nennt Bedingungen für Stammzellen-Import
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat erstmals Bedingungen für
die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen genannt. Sollte eine
Bundestagsmehrheit dafür zu Stande kommen, müsse diese Forschung an die
Einhaltung strikter Sicherheitsauflagen geknüpft werden, sagte Bulmahn am Sonntag in
Berlin.
TAGESSPIEGEL 26.11.01
Ethikrat: Empfehlung zu Stammzellenimport am 29.November
Berlin (dpa) - Auf Druck der Politik wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) ihre Entscheidung über einen Förderantrag zum umstrittenen Import von
embryonalen Stammzellen voraussichtlich erneut vertagen. «DFG-Präsident
Ernst-Ludwig Winnacker hat einen Brief geschrieben, in dem er die Mitglieder
im Hauptausschuss bittet, die Entscheidung zu verschieben», sagte DFG-
Sprecherin Eva-Maria Streier der «Financial Times Deutschland»
dpa auf WEB.DE 26.11.01
Bulmahn nennt Bedingungen für embryonale Stammzellenforschung
Berlin (dpa) - Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat
erstmals Bedingungen für die Forschung an menschlichen embryonalen
Stammzellen genannt. Sollte eine Bundestagsmehrheit dafür zu Stande
kommen, müsse diese Forschung an die Einhaltung strikter Sicherheitsauflagen
geknüpft werden, sagte Bulmahn am Sonntag in einem dpa-Gespräch in Berlin.
dpa auf WEB.DE 25.11.01
Der Ethikrat und seine internen Angelegenheiten
Offen und unabhängig sollte das Gremium arbeiten, doch von den Interessenkonflikten erfährt die
Öffentlichkeit nichts
Von Guido Heinen
Berlin - "Kann man das mit dem Stammzellenimport nicht einfach machen?", fragte Bundeskanzler Gerhard Schröder noch zu Beginn der
bioethischen Debatte. Und als so viele ihm sagten, dass das so einfach nicht sei, erfand er den Nationalen Ethikrat.
DIE WELT 22.11.01
Anmerkung: Unbedingt lesen!!!
Endgültiges Enquete-Votum gegen Import embryonaler Stammzellen
mit über Zweidrittelmehrheit
Presseerklärung des stellvertretenden Kommissions-Vorsitzenden Hubert Hüppe MdB
(CDU)Zum Votum der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin"
gegen den Import menschlicher Embryonaler Stammzellen
PRESSEMITTEILUNG 21.11.01
Stammzellen - Im Zweifel ohne Bundestag
Der Streit um den Import embryonaler Stammzellen spitzt sich zu. Ein Gespräch
mit Ernst-Ludwig Winnacker (DFG)
Von Harro Albrecht und Andreas Sentker (Gesprächsführung)
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) steht unter Druck. Am 7. Dezember
sollte ihr Hauptausschuss über einen Antrag des Bonner Neurowissenschaftlers
Oliver Brüstle befinden. Brüstle will - finanziert von der DFG - menschliche
embryonale Stammzellen importieren.
DIE ZEIT 48/2001 vom 21.11.01
Anmerkung: Sehr lesenswert! Hier werden selbst ausgetretene Mitglieder (siehe offener Brief des Marburger
Sozialwissenschaftlers Jörg Becker in der FAZ) als "nicht bekannt" verleugnet.
Rüffel aus dem Parlament
Scheitern die Regierungspläne für einen Import menschlicher Stammzellen? Im Bundestag formiert sich
Widerstand. Auch der Nationale Ethikrat lehnt eine eindeutige Empfehlung ab.
SPIEGEL 19.11.01
Das Christentum darf die Gesellschaft nicht dominieren
Erwiderung auf Jürgen Habermas: Der Biologe Hubert Markl erinnert daran, dass sich in
der Demokratie auch Religionen der Verfassung unterordnen müssen
Hubert Markl ist Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, die in ihren 81 Instituten und Einrichtungen
Grundlagenforschung betreibt. Markl hat sich immer wieder zur gesellschaftlichen Bedeutung und
Verantwortung der Forschung geäußert - zuletzt in einer viel beachteten Rede in Berlin, in der er
auf die Kritik von Bundespräsident Rau an der Genforschung antwortete.
TAGESSPIEGEL 15.11.01
Enquetekommission gegen Import von Zellen
Acht Mitglieder sind für eine Tolerierung der Forschung
Berlin - Nachdem sich am späten Montagabend überraschend in der Bundestags-Enquetekommission "Recht und Ethik der modernen
Medizin" eine Mehrheit gegen den Import von embryonalen Stammzellen ausgesprochen hat, ist die Zukunft der Stammzellenforschung als
auch des Embryonenschutzgesetzes in Deutschland weiter offen.
DIE WELT 14.11.01
Das Stammzellenvotum, Teil eins
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist nicht die hoheitliche Trägerin der Forschungsmoral - Kommentar
Von Torsten Krauel
DIE WELT 14.11.01
Kommission gegen Stammzellen-Import
Kein formaler Mehrheitsbeschluss / Entscheidung beim Parlament
mfk
Die Bundestags-Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" hält die Gewinnung
von Stammzellen (ES-Zellen) aus menschlichen Embryonen für ethisch "nicht verantwortbar".
Dennoch lässt der Kommissionsbericht zum Thema Stammzellen die Option offen, überzählige
ES-Zellen aus dem Ausland zu importieren.
TAGESSPIEGEL 14.11.01
Enquete-Votum gegen Import embryonaler Stammzellen ist
deutliches Signal an DFG und Bundestag
Presseerklärung MdB Hubert Hüppe zum Enquete-Votum 13.11.01
Auch Unionsvertreter nennt Stellungnahme der Kommision ausgewogen
Das Gremium könne in dieser Frage nicht allein entscheiden
Berlin - Auch einer der Unionsvertreter in der Enquetekommission, Werner Lensing (CDU), betonte am Montag in einer
Stellungnahme, das Gremium könne in dieser Frage nicht allein entscheiden. Das Parlament müsse in seiner Gesamtheit
Verantwortung wahrnehmen, erklärte Lensing in Berlin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur KNA.
DIE WELT 13.11.01
Keine Empfehlung zum Umgang mit Stammzellen
Bioethik-Enquete ohne Votum. Auch SPD legt sich nicht fest. Am Montag fanden intensive Debatten im Gremium
statt
Berlin - Die Debatte über Grenzen und Chancen der Gentechnik verschärft sich. Nach WELT-Informationen gab es am Montag
Nachmittag in der Bioethik-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages heftige Diskussionen. Im Mittelpunkt standen
Änderungsanträge zum Teilbericht der Kommission über den Umgang mit Stammzellen. Demnach stehen inzwischen auch Teile
der grünen und christdemokratischen Mitglieder der Kommission für einen weniger restriktiven Umgang mit der umstrittenen
Technik.
DIE WELT 13.11.01
Enquetekommission: Deutliche Mehrheit gegen Stammzellen-Forschung
Die Bundestags-Enquetekommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" hat überraschend deutlich
gegen den Import von menschlichen embryonalen Stammzellen zu Forschungszwecken votiert. Dem
Bundestag wird für die weitere Debatte aber keine bestimmte Empfehlung gegeben.
SPIEGEL 13.11.01
Kommissions-Mehrheit gegen Stammzellenimport
In der Bundestags-Enquetekommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" hat sich
überraschend eine deutliche Mehrheit gegen den Import von menschlichen embryonalen
Stammzellen zu Forschungszwecken ausgesprochen.
TAGESSPIEGEL 13.11.01
Kein Votum zu Stammzellimport
Enquete-Kommission stellt nur Pro und Contra dar
Die Enquete-Kommission des Bundestags zu "Recht und Ethik der
modernen Medizin" will bei der Frage des Stammzellimports den
Abgeordneten keine Empfehlung geben, wie sie entscheiden sollen,
sondern nur zwei Argumentationslinien vorgeben.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 12.11.01
Volksverschaukelei: Aus einer der wichtigsten Debatten des
Jahres - die ums Gen - hat sich der Hauptakteur verabschiedet: das Parlament
Von Corinna Emundts
Aus einer der wichtigsten Debatten des Jahres hat sich der Hauptakteur
verabschiedet: das Parlament. Um die umstrittenen Fragen der Gentechnik
kämpfen nur noch die Nebendarsteller, Schröders Nationaler Ethikrat und die
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).
FRANKFURTER RUNDSCHAU 12.11.01
Anmerkung: Unbedingt lesen!
Wieviel Platz bleibt diesseits des Rubikons?
Kommission soll klären, ob es Alternativen zur Forschung an Embryonen gibt, um neue Therapien zu
entwickeln
BERLIN (hak/fst). Mit den für heute erwarteten Empfehlungen der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen
Medizin" wird das Gremium den weiteren Verlauf der Debatte stark beeinflussen.
Am 23. Januar 2002 will der Deutsche Bundestag erneut über Fragen der Bioethik debattieren. Strittig ist vor allem, ob die
Präimplantationsdiagnostik (PID) zugelassen und der Import von humanen embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) gestattet werden
soll.
Ärzte Zeitung, 12.11.2001
Ratlos in der Rätedemokratie
Trotz vieler Debatten ist die Politik in der Stammzellenforschung kaum
vorangekommen
Markus Feldenkirchen
Die Debatte über die Biopolitik in Deutschland schien ein paar Monate zu schlummern. Jetzt wacht
sie wieder auf. Schneller, als es ihren Wortführern in der Politik lieb ist.
TAGESSPIEGEL 10.11.01
Zukunft wird von Bürgern, nicht nur von Politikern gestaltet
Bürgerkonferenz zur Gendiagnostik in Dresden / Zufällig ausgewählte Laien erarbeiten eine Stellungnahme
zu dem umstrittenen Thema
DRESDEN. Eine Gruppe medizinischer Laien arbeitet sich seit Sommer dieses Jahres in das strittige Thema
Gendiagnostik ein. Sie bereitet sich auf die erste deutsche Bürgerkonferenz vor, die vom 23. bis 26. November 2001 im
Deutschen Hygiene-Museum in Dresden ausgerichtet wird.
Ärzte Zeitung, 09.11.2001
Erlaubt? Ja, aber ...
Enquete-Bericht zur Stammzellenforschung bleibt zurückhaltend
Markus Feldenkirchen
Die Enquete-Kommission des Bundestages wird keine klare Empfehlung abgeben, wie
das Parlament über den Import von embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) nach
Deutschland entscheiden soll. Im Bericht der Kommission werden dagegen
verschiedene Positionen dargestellt, die das kontroverse Meinungsbild im Parlament
widerspiegeln.
TAGESSPIEGEL 09.11.01
Geduldsprobe: Der Bundestag will die Entscheidung über den Import von Stammzellen wieder
verschieben - die Forscher sind entrüstet
Markus Feldenkirchen
Wenn der Bonner Gehirnforscher Oliver Brüstle im vergangenen Jahr eins gelernt hat, dann ist es
Geduld.
TAGESSPIEGEL 08.11.01
Import-Beschluss soll später fallen
BONN, 7. November (kna/wow/dpa). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) verschiebt offenbar erneut ihre Entscheidung über den Import
menschlicher embryonaler Stammzellen. Nordrhein-Westfalens
Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) erklärte am Dienstagabend in
Bonn, dass der Deutsche Bundestag zunächst am 23. Januar über das
umstrittene Forschungsprojekt der Bonner Wissenschaftler Oliver Brüstle und
Otmar Wiestler debattieren werde.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 08.11.01
Wolfgang Clement will entscheiden, nicht mehr diskutieren
Ethik und der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen: Szenen einer Debatte über das Für und Wider der
Stammzellforschung in Bonn
BONN. Die Zeit der Entscheidung, ob mit humanen embryonalen Stammzellen geforscht werden darf, naht und
Podiumsdiskussionen zu diesem Thema haben Hochkonjunktur. Eingeladen vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel",
diskutierte ein hochkarätig besetztes Podium in Bonn vor einem tausendköpfigen Publikum über Für und Wider der
Forschung an ES-Zellen.
Ärzte Zeitung, 08.11.2001
Stammzellen - Heiliges Gut der Menschheit?
Interview mit Detlev Ganten
Die Politik spielt in Sachen Stammzellenforschung zugunsten einer ethischen Debatte auf Zeit.
Wissenschaftlern hingegen, die an embryonalen Stammzellen forschen wollen, läuft die Zeit davon.
SPIEGEL ONLINE sprach mit dem Gentechniker Detlev Ganten, Vorsitzender des Max-Delbrück-Centrums
für Molekulare Medizin in Berlin und Mitglied des Nationalen Ethikrats.
SPIEGEL 08.11.01
Stammzellen - Heiliges Gut der Menschheit? 2.Teil
SPIEGEL 08.11.01
Bedrückende Realität
Leserbrief zum Interview mit dem Gentechniker Detlev Ganten zur
Stammzellenforschung von Dr. Dietrich V. Wilke, Bonn
SPIEGEL 08.11.01
Anmerkung: Sehr lesenswert
In diesem Jahr kein Stammzellen-Import?
Politiker drängen auf Verschiebung der DFG-Entscheidung
Berlin - Am 7. Dezember wollte der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über den Import von embryonalen
Stammzellen entscheiden. Nun drängen Politiker wie Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD), diesen Termin erneut zu
verschieben.
DIE WELT 08.11.01
Der Bundestag wird ausgebremst
Zum Vorgehen des Ethikrates in Genforschungsfragen - Kommentar
Von Ansgar Graw
DIE WELT 05.11.01
Kock: Ethikrat soll Regierungsbeschlüsse nur legitimieren
Synode der evangelischen Kirche lehnt Präimplantationsdiagnostik ab
sten
Der nationale Ethikrat darf nach Ansicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche
Deutschlands (EKD), Manfred Kock, "nicht dafür herhalten, mit internen Mehrheitsentscheidungen
politische Vorhaben der Bundesregierung zu legitimieren". Vielmehr sollte er das ethische Für und
Wider im Vorfeld wissenschaftlicher Entscheidungen darstellen, verlangte Kock in seinem
Ratsbericht, den er am Sonntag auf der neunten EKD-Synode vorstellte.
TAGESSPIEGEL 05.11.01
Politiker appellieren an Wissenschaftler
Forschungsgemeinschaft soll später über Stammzell-Import entscheiden
mfk
Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und CDU/CSU werden die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) bitten, die für den 7. Dezember angesetzte
Entscheidung über die Forschung mit embryonalen Stammzellen erneut zu vertagen. Sie
hätten sich darauf verständigt, dass SPD-Fraktionschef Peter Struck einen
entsprechenden Brief schreibt, bestätigte eine Sprecherin der SPD-Fraktion am Freitag.
TAGESSPIEGEL 03.11.01
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