Pressestimmen im März 2001 und früher
Mehr Presseartikel zum Ethikrat gibt es unter den Einzelporträts
Berliner "Biopolitik" - Stimmen-Wirrwarr der neuen Räterepublik
Autor: Hartmut Kühne
Friedrich Merz spricht schon von einer "neuen Räterepublik" und meint
damit die Inflation von Beiräten und Expertengremien, die sich über die
Probleme der Gentechnik den Kopf zerbrechen sollen. Zusätzlich zu den
Kommissionen des Bundesgesundheitsministeriums und des
Bundestages will Gerhard Schröder nun einen "Nationalen Ethikrat" berufen, dessen Mitglieder er
noch im Frühjahr ernennen will.
RHEINISCHER MERKUR 30.03.01
Abgeordnete lehnen nationalen Ethikrat ab
Ärger in der Koalition um Abschaffung des Ethikrats beim Bundesgesundheitsministerium
BERLIN (fst). Die Neuorientierung in der Gentechnik unter Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat personell zu
einem Kehraus im Ministerium geführt, von dem vermutlich auch der Ethikbeirat im BMG betroffen ist.
Ärzte Zeitung, 29.03.2001
Gesprächsrunde des Bundeskanzlers zur Bioethik und Gentechnik
Der Bundeskanzler hat sich am Donnerstag, den 8. März, mit einer Reihe gesellschaftlicher
Persönlichkeiten zu einem Gespräch über Fragen der Bioethik und Gentechnik getroffen. Der Kanzler
hat sich seit vielen Wochen mit diesen Fragen beschäftigt.
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 09.03.01
Teilnehmer der Gesprächsrunde beim Bundeskanzler vom Donnerstag, den
8. März 2001, zu Fragen der Bioethik und Gentechnik
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 09.03.01
Anmerkung: Eine wirklich interessante Runde, die als der "harte Kern" des Ethikrates gilt
Die verschlafene Revolution
Schröder kann sich seinen "Nationalen Ethikrat" schenken - denn das Gremium kommt selbst für die dringlichsten
Erfordernisse der biotechnologischen Revolution zu spät
TAZ 26.02.01
Ethik ist kein Fachgebiet
Der Vorschlag des Kanzlers, einen Ethikrat einzurichten, treibt die Spezialisierung dort voran, wo sie nichts zu
suchen hat - Kommentar
DIE WELT 17.02.01
Monika Knoche hält Ethik-Beirat für überflüssig
BERLIN (rv/br). Der von Gerhard Schröder geplante "Nationale Ethik-Beirat" für Gentechnik und Biomedizin,
der beim Bundeskanzleramt angesiedelt sein soll, ist nach Einschätzung der bündnisgrünen Gesundheitspolitikerin Monika Knoche "nicht erforderlich".
Ärzte Zeitung, 15.02.2001
hier die Original-Pressemitteilung
Ein weiterer Ethik-Beirat ist nicht erforderlich
Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen von Monika Knoche
Datum: 13.02.2001
Gentechnik: Kommission warnt vor Gremien-Flut
Berlin - Die Ankündigung von Regierungschef Gerhard Schröder (SPD), zu Fragen
der Gentechnik einen nationalen Ethikrat zu gründen, ist quer durch alle Parteien auf Kritik gestoßen.
Vor allem Mitglieder der Enquetekommission des Bundestags "Recht und Ethik der modernen Medizin" warnten vor "Aktionismus" und einer Gremienflut.
DIE WELT 14.02.01
"Schröder will ein Abnickgremium"
Um gesellschaftliche Gruppen stärker in die Diskussion um Biomedizin und Gentechnik einzubeziehen, will Gerhard
Schröder einen "Nationalen Ethikrat" einrichten. In der Ethikkommission des Bundestages regt sich Widerstand
gegen die Konkurrenz
TAZ 14.02.01
Pressemitteilung über die Aufgaben des Ethikrates
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Berlin, 13.02.01
Gemeinsame Presseerklärung über die Begegnung des Präsidiums der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands mit Vertretern des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland
Das Präsidium der SPD unter der Leitung des SPD-Vorsitzenden,Bundeskanzler Gerhard Schröder, und Vertreter des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland unter Leitung des Ratsvorsitzenden,
Präses Manfred Kock, sind am 12. Februar 2001 in Berlin zu einem zweistündigen Gespräch zusammengetroffen.
Gesprächsthemen waren Fragen der ethischen und politischen
Rahmensetzung zu Möglichkeiten der Gentechnik, Fragen der
Zuwanderungspolitik und der Abwehr des Rechtsextremismus, die
Erweiterung der Europäischen Union und der Beitrag der Kirchen im
Europäischen Einigungsprozess sowie Fragen der Entwicklungspolitik.
PRESSESTELLE DER EKD 12.02.01
Einrichtung eines Nationalen Ethikrates
Die Forschung auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften macht rapide
Fortschritte und bringt fast täglich neue Erkenntnisse über die Mechanismen des Lebens.
Die Entzifferung des menschlichen Genoms berührt als herausragendes
Beispiel wie keine wissenschaftliche Errungenschaft zuvor das Wesen und Selbstverständnis des Menschen. In der Frage nach dem Umgang mit diesen Fortschritten rücken ethische Fragen in den Vordergrund, die
Politik nur in Übereinstimmung mit der gesellschaft beantworten kann und darf. Der dazu benötigte frei Diskurs setzt einen hohen Sachverstand der Experten und ein breites Wissen in der Bevölkerung voraus.
Der Bundeskanzler hat deshalb am 12. Februar 2001 in einem Gespräch mit dem Rat der Evangelischen Kirchen in Deutschland die Einrichtung eines Nationalen Ethikrates in den nächsten Wochen angekündigt.
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 12.02.01
CDU hält wenig vom geplanten Ethik-Beirat
BERLIN (eb). Die Ankündigung von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zur künftigen Diskussion bioethischer Fragen stößt bei der CDU auf Kritik.
Ärzte Zeitung, 07.02.2001
Bundeskanzler Schröder fordert kritischen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
Seit Jahren gibt es in der Bundesrepublik eine große Diskussion zur Gentechnik. Viele Stimmen sind
an ihr beteiligt - Wissenschaftler, Vertreter der Kirchen, Unternehmer, und zahllose besorgte
Bürgerinnen und Bürger. Was genau ist aber die Rolle der Politik in diesem Spannungsfeld?
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 19.01.01 letzter Stand 01.06.01
http://www.bundesregierung.de/Anlage3312/Nr._05-2.pdf
15-seitige Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder auf dem Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing am 17. Januar 2001 in Tutzing:
BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 05-2 vom 18.01.2001
Anmerkung: Hier geht es ebenfalls bereits um den Ethikrat.
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