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Letzte Aktualisierung: 26.02.03 Prof. Dr. Dr. Eckhard NagelProf. Dr. Dr. Eckhard Nagel ist stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Ethikrates und Leiter des Transplantationszentrums am Klinikum Augsburg. Er studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, an der University of Vermont (USA), an der Dumfries Royal Infirmary (England), an der Universitaire de Grenoble (Frankreich) und an der Dartmouth Medical School, New Hampshire (USA). Dr. Nagel erhielt 1986 die Approbation als Arzt und promovierte ein Jahr später zum Dr. med. Nach dem Examen war er in der Klinik für Abdominal- und Transplantationschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Oberarzt tätig. Unter Herrn Prof. R. Pichlmayr erhielt Prof. Nagel die Facharztausbildung. Unter ihm wirkte er als dessen persönlicher Referent viele Jahre. 1998 habilitierte er sich über „Modelle für die klinische Forschung am Beispiel der Analyse und Bewertung der Nieren- und Lebertransplantation“. Eckhard Nagel studiert darüber hinaus Philosophie und Geschichte an der Universität Hannover und promovierte 1995 zum Dr. phil. . Im Juni 1999 erhielt er den Ruf auf den Lehrstuhl für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth. Seit dem SS 1999 war er als Lehrbeauftragter für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften in Bayreuth tätig, bis er 2001 Institutsdirektor wurde. Als Leiter des Translantationszentrums im Klinikum Augsburg und in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsrates der Rudolf-Pichlmayr-Stiftung und Primarius der Sonderkrankenanstalt „Rehabilitation für Kinder und Jugendliche nach Organtransplantation“ in Stronach, Osttirol versorgt er Patienten. Seit September 2001 ist er auch Mitglied des Präsidiumsvorstands und Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages für die Jahre 2001 bis 2007. Eckhard Nagel wirkte beratend an der Richtlinie zur Organtransplantation gemäß § 16 TPG mit. Die Richtlinie für "Warteliste" und "Vermittlung" von Organen sind vom Vorstand der Bundesärztekammer am 13.11.1999 verabschiedet worden. Außerdem arbeitete er als Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer an der Stellungnahme "Zur Verwendung von patientenbezogenen Informationen für die Forschung in der Medizin und im Gesundheitswesen" veröffentlicht im Deutschen Ärzteblatt 96 Heft 49, 10.12.99 mit. Quelle: http://www.uni-bayreuth.de/departments/img/llnagel.htm und eigene Recherchen bei der BÄK.
http://www.uni-bayreuth.de/departments/img/lebenslauf.pdf
Nachfolgend eine Pressemitteilung der Uni Bayreuth, Neuigkeiten aus der Universität - Nr. 4/2001 "Professor Dr. Dr. Nagel in Nationalen Ethikrat berufen
Antworten auf bioethische Fragen Lange Zeit war von Prof. Nagel zu bioethischen Fragen nichts in Erfahrung zu bringen. Mittlerweile hat sich das etwas geändert. Bei der Stellungnahme des Ethikrates zur Präimplantationsdiagnostik sprach er sich im Grunde gegen die Zulassung der PID aus, gab aber zusammen mit Jens Reich folgendes Zusatzvotum ab: ... "Wir sind der Überzeugung, dass Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben Vorrang hat vor der Freiheit des Individuums. So stehen wir dem moralischen Urteil im obenstehenden Votum nahe und halten den Verzicht auf Elternschaft im Konfliktfall für die angemessene Entscheidung. Diese Position führt stringent auf eine Handlungsempfehlung für betroffene Menschen in einem schweren Konflikt. Aus ihr leitet sich als Minimum eine sehr rigide Einschränkung einsehbarer Situationen und Motive für eine PID ab. Wir sind allerdings in deutlichem Dissens mit dem obenstehenden Votum der Auffassung, dass in einem existenziellen Konflikt die zu treffende Gewissensentscheidung des Individuums frei sein muss und nicht durch ein staatliches Strafgesetz erzwungen werden kann. Eckhard Nagel, Jens Reich"
Auch sonst scheint Dr. Nagel tendenziell kritisch zu sein. So war noch ein paar interessante Statemnets bei Tacheles zu hören. Nachfolgend ein Auszug der wichtigsten Statements. ... Die Bibel ist voller Geschichten von Heilungen. Heute nennen wir den Arzt einen Halbgott in weiß. Ist die Medizin ins Zentrum der menschlichen Heilserwartung gerückt, wo früher die Kirche stand? Nagel: Viele machen sich über den Tod keinen Gedanken, vor allem wenn sie noch jung und gesund sind. Und da die Beziehung zu Gott nicht mehr den Stellenwert hat, wird die Heilserwartung auf den projiziert, den man als Kranker vor sich hat. Dieser Heilserwartung kann die Medizin allerdings nicht genügen. Es mag unmodern klingen, aber brauchen wir trotz aller Wunder der modernen Medizin mehr Demut? Nagel: Ich finde den Begriff überhaupt nicht unmodern. Die Medizin muss demütig sein. Vielfach können wir gar nichts mehr tun, als den Menschen in seiner Krankheit und beim Sterben zu begleiten. Nagel: Die Medizin schreibt sich nicht auf die Fahne, Krankheit auszurotten oder den Tod zu verhindern. Darum drehen sich auch die Heilungsgeschichten in der Bibel nicht, sondern darum, die Existenz im Leben hier auf Erden besser zu gestalten. Das ist eine Aufgabe der Medizin. ... Weitere Antworten zu bioethisch relevanten Fragen waren bislang nicht zu finden. Wir sind für alle Hinweise zu Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel dankbar.
Kontaktadresse Herr
Gesammelte Texte zu Eckhard Nagel Regeln für die moderne Medizin
http://www.uni-bayreuth.de/departments/img/lebenslauf.pdf
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