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Letzte Aktualisierung: 24.01.02 Christiane LohkampChristiane Lohkamp (59) ist Vorsitzende der Deutschen Huntington Hilfe und stellvertretende Vorsitzende der International Huntington-Association. Sie die einzige Vertretung für Behindertenverbände im Nationalen Ethikrat. Die Lebenshilfe mit ihrem Vorsitzenden Robert Antretter hat dies bereits heftig zu Recht kritisiert und moniert, dass die Huntingtonhilfe keine wirklich angemessene Vertretung der Belange von Menschen mit Behinderung sei. Denn diese vergleichsweise kleine Gruppe gehört laut einer Pressemitteilung der Lebenshilfe vom 07.05.01 ausgerechnet zu den wenigen, die sich Hoffnung machen, dass es mit Hilfe neuer gentechnologischer Erkenntnisse gelingt, ihre Krankheit behandelbar zu machen. Chorea-Huntington wird in der Erforschung von Erbkrankheiten häufig als Beispiel herangezogen. Zum einen, weil diese durch ein defektes Gen verursachte Krankheit, leicht diagnostizierbar ist und zum anderen in jedem Fall zum Ausbruch kommt. In Deutschland sind etwa 8000 Personen an Huntington, häufig auch Veitstanz genannt, erkrankt. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass es Versuche gibt, diese Krankheit durch Transplantation von Gehirnzellen abgetriebener Föten in die Gehirne von Patienten zu heilen. (Siehe dazu Artikel unten, Stuttgarter Zeitung 12.12.00.) Experimente dieser Art hat es auch mit Demenzkranken gegeben. Diese sind meines Wissens nach aber bisher nicht ohne Nebenwirkungen gewesen. Ganz abgesehen von den moralischen Bedenken. Meiner Meinung nach dürfte dieser Umstand ein weiterer Grund gewesen sein, warum ausgerechnet die Huntington-Hilfe die Behindertenverbände vertreten soll. Ein Hauptdiskussionspunkt des Ethikrates sind bekanntlich Fragen zur Forschung mit embryonalen Stammzellen. Bereits 1986 hat die Huntington-Hilfe Richtlinien für einen Gentest ausgearbeitet.
Entdeckt wurde der für die Huntington-Krankheit, die sich in psychischen Veränderungen und
motorischen Störungen äußert, verantwortliche Gendefekt erst 1993.
Die Huntington-Hilfe arbeite darauf hin, ein gesetzliches Verbot solcher Zwangstests zu erreichen, wie es in den Niederlanden und Österreich bereits bestehe, sagte Frau Lohkamp gegenüber der FAZ. Bekanntlich gibt es bereits mehrere Fälle, in denen Personen vom Arbeitgeber oder einer Versicherung zu einem Test gedrängt worden seien, nachdem in ihrer Familie Fälle von Huntington bekanntgeworden waren. Solch eine Benachteiligung sei nicht hinnehmbar. Die Präimplantationsdiagnostik bezeichnete Frau Lohkamp laut FAZ als
"sehr brisant". In vielen Nachbarländern sei sie einerseits bereits
zugelassen und eine Genehmigung in Deutschland werde daher ihrer Meinung nach
vor allem bewirken, dass die Patienten den Eingriff nicht mehr selbst finanzieren
müßten. Die Diagnose eines Huntington-Gendefekts sei andererseits aber
eine besondere Belastung für die getesteten Frauen. Denn wegen des hohen
Vererbungsrisikos von 50 Prozent müßten dabei im Vergleich zu anderen Erbkrankheiten
mehr Embryonen untersucht werden.
Quelle: Homepage der Deutschen Huntington Hilfe http://www.dhh-ev.de/,
Kontaktadresse Frau
Gesammelte Texte zu Christiane Lohkamp Es fanden sich zwar keine direkten Texte von ihr, dafür aber einige interessante Informationen auf der Homepage der Huntington Hilfe Lebenshilfe kritisiert: Keine angemessene Behindertenvertretung im Nationalen Ethikrat
DENKANSTÖSSE - Informationsschrift der Huntington-Selbsthilfe in der Bundesrepublik
zur prädiktiven molekulargenetischen Diagnostik
http://www.dhh-ev.de/neu/gentest_richtlinien_test.html
Molekulargenetische Diagnostik der Huntington-Krankheit
http://www.dhh-ev.de/neu/gentest_richtlinien_klinisch.html
http://www.dhh-ev.de/neu/presse_stgtz_121200.html
Dazu ein weiterer Artikel http://www.dhh-ev.de/neu/hk_2001_01_1.html
Forscher enträtseln die Vorgänge beim Erbleiden Chorea Huntington
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